Internationale EMRIC-Übung in Heinsberg
Am Samstag, den 21. März, organisierten wir gemeinsam mit dem Kreis Heinsberg eine groß angelegte internationale Übung in Gangelt, nahe der deutsch-niederländischen Grenze.
Es handelte sich um eine realistische Übung, bei der Rettungskräfte aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien zusammenarbeiten mussten und vor Ort Personal, Fahrzeuge und Kommandostrukturen zum Einsatz kamen. Insgesamt nahmen etwa 630 Rettungskräfte und 50 Statisten daran teil.
Das Szenario ging von einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Gefahrgut-Lkw, einem Reisebus und mehreren PKWs aus. Dabei wurden Dutzende Menschen verletzt und eine chemische Substanz freigesetzt. Die Situation entwickelte sich rasch, mit der Gefahr einer weiteren Ausbreitung und einem zunehmenden Druck auf die Hilfeleistung. Es wurde schnell klar, dass diese Situation nicht allein mit lokalen oder regionalen Mitteln zu bewältigen war.
Daher konzentrierte sich die Übung auf die Anwendung der EMRIC-Vereinbarungen für die schnelle grenzüberschreitende Hilfeleistung. Auf strategischer Ebene wurden unter anderem die Hilfeersuchen, die Kommunikations- und Koordinationsstrukturen sowie die gemeinsame Entscheidungsfindung zwischen den beteiligten Ländern getestet. Darüber hinaus arbeiteten die teilnehmenden Partner auch an einer Reihe eigener Übungsziele.
Die Übung wird gründlich ausgewertet. Die Ergebnisse fließen in einen Abschlussbericht ein und werden gegebenenfalls zu Anpassungen bestehender Vereinbarungen und Verfahren führen. Auf diese Weise stärken wir Schritt für Schritt die Zusammenarbeit und die Einsatzbereitschaft bei grenzüberschreitenden Vorfällen.