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FAQ


Das EMRIC-Büro bekommt regelmäßig Fragen über grenzüberschreitende Zusammenarbeit und was genau möglich ist und was nicht. Wir haben eine Liste der häufigsten Fragen und der dazugehörigen Antworten zusammengestellt.

 

Q1: Dürfen Hilfsdienste (Krankenwagen und Feuerwehrautos) über die Grenze?

A1: In der Euregio Maas-Rhein dürfen Hilfsdienste über die Grenze um ihren Bürgern so die bestmögliche Hilfe leisten zu können. Das ist aber nicht selbstverständlich: in der Euregio Maas-Rhein gibt es eine Reihe von Abkommen, um Dinge wie Finanzierung, Befugnisse und Haftung zu regeln. Diese Abkommen und der Einsatz vieler Mitarbeiter machen grenzüberschreitende Zusammenarbeit in dieser Region möglich.

 

Q2: Dürfen Rettungsdienst und Feuerwehr mit Sirene und Blaulicht in einem anderen Land fahren?

A2: Ausländische Hilfsdienste dürfen genau wie inländische Hilfsdienste ihre Sirenen und Blaulichter einsetzen. Sie müssen sich dabei allerdings an die Richtlinien des Landes halten, in dem sie unterwegs sind. Wenn ein Belgisches Hilfsfahrzeug in den Niederlanden unterwegs ist muss es sich also an die niederländischen Richtlinien halten. Weil die Richtlinien nicht immer gleich sind hat das EMRIC-Büro spezielle Informationskarten ersellt, auf denen Hilfsdienste schnell und einfach sehen können, was in dem Land, in dem sie sich aufhalten, erlaubt ist und was nicht.

 

Q3: Wer entscheidet, ob ein ausländischer Rettungs- oder Feuerwehrwagen kommt?

A3: DIe Leitstelle, die den 112-Notruf entgegennimmt prüft, welches geeignete Fahrzeug am schnellsten vir Ort sein kann. Falls das ein ausländischer Dienst ist wird die zuständige ausländische Leitstelle kontaktiert, die dann ein Fahrzeug zum Einsatzort entsendet. Sie können nicht selbst wählen, aus welchem Land Sie Hilfe erhalten.

 

Q4: Ist es möglich zu wählen, in welches Krankenhaus ich gebracht werden möchte, falls ich in der Nähe der Grenze notfallmedizinische Hilfe benötige?

A4: Unabhängig davon, ob Sie durch inländische oder ausländische Rettungskräfte behandelt werden, wird Ihr Wunsch bei der Wahl des Krankenhauses grundsätzlich berücksichtigt. Allerdings hängt dies immer auch von anderen Faktoren ab (zum Beispiel von der Art der Verletzung/Krankheit und von der aktuellen Verfügbarkeit von Kapazitäten); es gibt also leider keine Garantie auf eine Behandlung in Ihrem Wunschkrankenhaus.

 

Q5: Warum arbeitet man in der Euregio Maas-Rhein mit den Nachbarländern zusammen?

A5: Es gibt verschiedene Gründe warum wir in der Euregio Maas-Rhein zusammenarbeiten. Hier finden Sie eine kleine Auflistung der wichtigsten Gründe:

  • So schnell wie möglich Hilfe leisten - vor allem in Grenzgebieten wie der Euregio Maas-Rhein kann es vorkommen, dass ein ausländischer Hilfsdienst schneller vor Ort sein kann. Um so schnell wie möglich helfen zu können arbeiten wir mit unseren Nachbarn zusammen.
  • Hilfe bei Großschadenslagen - Bei Großschadenslagen kann es sein, dass die eigenen  Kapazitäten der Hilfsdienste nicht ausreichen um den Brand zu löschen oder die Masse von Verletzten zu versorgen und zu transportieren. In diesen Fällen ist Hilfe von außerhalb vonnöten, die in einer grenzreichen Region wie der Euregio Maas-Rhein oft am schnellsten aus dem Nachbarland geleistet werden kann.
  • Austausch von Wissen, Fachkenntnissen und Technik - Dadurch, dass man regelmäßig zusammenkommt und Informationen austauscht kan man nicht nur voneinander lernen, man lernt sich auch kennen. Außerdem hat jedes Land seine eigenen speziellen Materialien und Techniken, die von den anderen Ländern genutzt werden können.

 

 

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