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Infektionskrankheiten


Auf dem Gebiet der grenzüberschreitenden Sicherheit spielt die Infektionskrankheitenbekämpfung eine wichtige Rolle. Viele Infektionskrankheiten können sich einfach und – erstens – oft unbemerkt verbreiten. Mit dem intensiven Grenzverkehr und die vielen Grenzgänger, die im Ausland wohnen oder arbeiten, kann eine lokale Infektionskrankheit oder ein Ausbruch schnell internationale Folgen haben. Deshalb ist es essentiell, dass die Professionals der Infektionskrankheiten innerhalb der Euregio sich unter einander kennen, informieren und wenn nötig schnell handeln. Nur so können adäquate Maßnahmen zur Identifikation und Eliminierung der eventuellen Infektionsquelle und zur Prävention von neuen Infektionsfälle getroffen werden. In der Euregio Maas-Rhein wird das mit einem gemeinsamen Vorgehen erreicht. Drei Mal pro Jahr findet eine Euregionale Tagung der Ärzte und Krankenschwester (und Krankenpfleger) der Fokusgruppe Infektionskrankheiten statt, relevante Ergebnisse werden mit dem Management geteilt. Daneben warnen die Professionals sich durch ein standardisiertes grenzüberschreitendes Meldeformular über Krankheitsfälle mit einem grenzüberschreitenden Impact, prägnanten Krankheiten und (drohenden) euregionalen Ausbrüchen. Die drei Länder arbeiten in Übereinstimmung mit ihren eigenen nationalen Protokollen Infektionskrankheitenbekämpfung, aber daneben haben sie Verabredungen über die euregionale Arbeitsweise. Weiterhin gab es während eines Pilotprojekts ein elektronisches Dashboard, dass Infektionskrankheitendaten aus den unterschiedlichen Länder anonymisiert und in real-time darstellt und so eine konstante und aktuelle Informationsversorgung über anwesende Infektionskrankheiten garantiert. Solch ein real-time Datenaustausch begünstigt eine schnelle Erkennung und eine adäquate Antwort auf potentiellen grenzüberschreitenden Infektionskrankheitenunfälle.

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