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14.11.2017| Die euregionalen Hilfskräfte erproben grenzüberschreitende Zusammenarbeit

 

Am 7. und 8. November 2017 erfolgte an der zentralen Aus- und Fortbildungseinrichtung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Ahrweiler eine umfangreiche Stabsübung zur grenzüberschreitenden Hilfeleistung im Katastrophenfall innerhalb der Euregio Maas-Rhein. Die Euregio Maas-Rhein stellt das geografische Gebiet der so genannten EMRIC-Zusammenarbeit dar. Dazu gehören die Veiligheidsregio Süd-Limburg (NL), die Stadt Aachen, die Städteregion Aachen, die Kreise Düren, Euskirchen, Heinsberg, die Provinz Limburg (B) und die Provinz Lüttich (B). EMRIC steht für den niederländischen Namen „Euregio Maas-Rijn Incidentenbestijding en Crisisbeheersing“ (Euregio Maas-Rhein Einsatz- und Krisenbewältigung). EMRIC ist ein einzigartiger Zusammenarbeitsverband von Behörden, die für die Sicherheit in den Bereichen Brandschutz, technische Hilfeleistung und Rettungsdienst zuständig sind, wie z.B. die Feuerwehr der Stadt Aachen.

An der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) werden regelmäßig Übungen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den seit vielen Jahren partnerschaftlich verbundenen Organisationen durchgeführt. In diesem Jahr erfolgte eine sehr umfangreiche Übung mit mehr als 50 Teilnehmern unter Beteiligung einer Vielzahl von Beamten des Einsatzführungsdienstes der Berufsfeuerwehr Aachen sowie Angehörigen der niederländischen Feuerwehr Süd-Limburg und der niederländischen Polizei sowie Vertretern der belgischen Feuerwehren aus der Provinz Lüttich und den Rettungsdiensten aus Belgien und den Niederlanden.

Als Einsatzszenario wurde eine größere Schadenslage in Aachen angenommen, die nur durch eine  umfangreiche Unterstützung von Kräften aus der Euregio Maas-Rhein (insbesondere aus Belgien und den Niederlanden) bestmöglich abgearbeitet werden konnte. Hierbei wurden insbesondere die im Rahmen von EMRIC zwischen den Partnern abgestimmten Melde- und Kommunikationswege sowie Konzepte zum Brandschutz, der technischen Hilfeleistung und der medizinischen Versorgung erprobt.

Mit sehr großem Engagement wurde sich der fiktiven Schadenslage durch die Berufsfeuerwehr Aachen und alle weiteren beteiligten Organisationen angenommen. Eine Vielzahl an einsatztaktischen Entscheidungen war zu treffen. Die sich hieraus ergebende  Heranführung einer großen Zahl von Einsatzkräften aus der Euregio Maas-Rhein war unter Berücksichtigung von vielen unterschiedlichen Rahmenbedingungen zu organisieren.

 

Das sehr umfangreiche Einsatzszenario wurde durch die AKNZ äußerst realitätsnah dargestellt, so dass die eingebundenen Kräfte die Einsatzlage zur großen Zufriedenheit aller Beteiligten abarbeiten und abschließen konnten.

Als Resümee sei festzuhalten, dass es außer Frage sehr sinnvoll ist, sich bestmöglich auf eventuell auftretende Einsatzszenarien vorzubereiten, wenn auch in der Hoffnung, dass sie dennoch niemals eintreten werden. Trotzdem ist es gut zu wissen, dass im Ernstfall die Zusammenarbeit sowohl national wie auch euregional ausgezeichnet funktioniert. 

Text: Feuerwehr Aachen

Bilder: EMRIC & Hr. Claessen

  
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